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Fotos gewidmet von: Fr. Suzette Preiswerk da Mota Veiga (Portugal) |
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Estrela Berghunde bei der Arbeit! |
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FCI - Standard Nr. 173 / 20.06. 1995 / D SERRA DA ESTRELA BERGHUND(Cão da Serra da Estrela) ÜBERSETZUNG : Dr. J.-M. Paschoud und Frau R.Binder. URSPRUNG : Portugal. DATUM DER PUBLIKATION DES GÜLTIGEN ORIGINAL- STANDARDES : 20. 12. 1966. VERWENDUNG : Der Serra da Estrela Berghund ist ein unzertrennlicher Gefährte des Hirten und ein zuverlässiger Wächter über die Herde, die er gegen Wölfe und Viehdiebe hartnäckig verteidigt. Er bewacht auch vorzüglich Haus und Hof, er wird als Schutzhund geschätzt und wird sogar als vortrefflicher Zughund verwendet. KLASSIFIKATION FCI: Gruppe 2 Pinscher und Schnauzer – Molossoide – Schweizer Sennenhunde und andere Rassen. Sektion 2.2 Molossoide, Berghunde. Ohne Arbeitsprüfung KURZER GESCHICHTLICHER ABRISS : Seit sehr langen Zeiten ist dieser Berghund in der Gegend der Serra da Estrela (Gebirge im Norden Portugals) ansässig. Der wirkliche Ursprung dieser Rasse jedoch verliert sich in grauer Vorzeit; sicher aber ist diese Rasse eine der ältesten auf der iberischen Halbinsel. Man trifft diesen Hund von den ersten Vorläufern der Berge bis in die höchsten Alpweiden (bis auf 2000 m über Meer), vor allem im Sommer, wenn nach der Schneeschmelze das Gras auf den Bergweiden wächst und das Vieh dort hinaufgetrieben wird, während in den tiefer gelegenen Gebieten die übermässige Hitze das Gras vollständig ausdörrt. Die Hunde begleiten die Herde, bewachen sie umsichtig und verteidigen sie gegen wilde Tiere, die die Umgebung unsicher machen. Man findet auch Hunde dieser Rasse verstreut an anderen Orten des Landes, besonders im Zentrum, wo entweder Welpen aus den Estrela Berggebieten eingeführt oder von Züchtern gezüchtet werden, die aus der Serra da Estrela stammen. ALLGEMEINES ERSCHEINUNGSBILD : Der Serra da Estrela Berghund ist ein molossoider, mastiffartiger Hund mit konvexen Profillinien, kompakt und rustikal. Er ist harmonisch gebaut und morphologisch einwandfrei konstituiert; die ausgesprochene Ausgewogenheit der ganzen Erscheinung spricht für eine reinrassige, lokal tief verwurzelte Vergangenheit. VERHALTEN / CHARAKTER (WESEN) : Der Serra da Estrela Berghund ist lebhaft in seinen Bewegungen und imposant in seinem Auftreten. Sein Blick ist aufgeweckt, ruhig und ausdrucksvoll. Sein sicheres, manchmal drohendes Verhalten gegenüber Fremden ist Achtung gebietend; andererseits ist er dem Hirten, seinem Herrn, bemerkenswert folgsam. KOPF : Kräftig, gross. Er ist länglich und leicht konvex, gut angesetzt und in gutem Grössenverhältnis zum Körper, genau wie der Oberkopf zum Gesichtsschädel, was zur Harmonie des Ganzen beiträgt. Glatte Haut an Schädel und Backen. OBERKOPF : Schädel : Stirne und Schädel gut entwickelt, gerundet und im Profil konvex. Der Hinterhauptskamm ist unauffällig. Stop : Wenig ausgeprägt, in ungefähr gleichem Abstand von der Nasenkruppe wie vom Scheitelpunkt des Schädels. GESICHTSSCHÄDEL : Nasenschwamm : Immer von einer dunkleren Farbe als das Haarkleid, vorzugsweise schwarz. Fang : Sich gegen die Nasenkuppe zu verjüngend, aber nicht spitz; im weitaus grössten Teil seiner Länge gerade, gegen das Ende zu leicht konvex (leichte Adlernase). Lippen : Mit klaren Umrisslinien. Lefzen gross, nicht dick, nicht überhängend, gut anliegend. Schleimhaut von Mund und Gaumendach sowie Lippenränder intensiv schwarz pigmentiert. Kiefer / Zähne : Gut entwickelte Kiefer. Zähne kräftig weiss, gut eingesetzt. Guter Gebissschluss. Augen : Horizontal, auf gleicher Höhe wie der Rand der Orbita eingesetzt, von ovaler Form, von mittlerer symmetrischer Grösse, gut geöffnet; der Ausdruck ist ruhig und aufgeweckt; vorzugsweise von dunkler Bernsteinfarbe; die Augenlider sind eng anliegend und ihre Ränder sind schwarz gefärbt; Augenbrauen einigermassen ausgeprägt. Ohren : Klein im Verhältnis zum Ganzen (11 cm Länge auf 10 cm Breite), dünn, dreieckförmig, gegen die Spitze zu abgerundet; Hängeohr; auf mittlerer Höhe angesetzt und nach hinten geneigt, fallen sie seitlich eng am Kopf anliegend; an der Basis ist eine kleine Portion der Innenseite des Ohres sichtbar. Kupierte Ohren sind zulässig, aber das natürliche Ohr wird vorgezogen. HALS : Gerade, kurz und dick; zwischen den Schultern gut eingesetzt; mit einem bescheiden ausgebildeten Haarschopf an der Kehle. KÖRPER : Rücken : Fast horizontal, vorzugsweise kurz. Lenden : Breit, kurz, gut bemuskelt und an der Kruppe gut angesetzt, welche leicht schräg abfällt. Brust : Gut gerundet ohne zylindrisch zu sein, breit, lang und tief. Untere Profillinie und Bauch : Bauch nicht sehr dick, in gutem Verhältnis zum Ganzen, mit seiner Umgebung gut verschmolzen; die Unterlinie soll langsam progressiv vom Sternum gegen die Leiste zu ansteigen. RUTE : Nicht kupiert, lang, bei ruhiger Stellung im Stand bis zum Sprunggelenk reichen; dick, in Form eines Krummsäbels, auf mittlerer Höhe angesetzt, gut behaart, bei der langhaarigen Varietät befedert, mit einem Haken an der Spitze. Unterhalb der horizontalen getragen, fällt sie natürlich zwischen den Schenkeln, wenn der Hund ruhig ist; wenn der Hund angeregt oder in Bewegung ist, wird sie höher als die Horizontale getragen, gegen oben gebogen, gegen vorne, seitlich oder nach unten gerichtet. GLIEDMASSEN VORDER- UND HINTERHAND : Absolut senkrecht, wenn der Hund normal steht; Vorderarme und Unterschenkel sind in ihrem Querschnitt fast zylindrisch. Knochen gut entwickelt, gut bemuskelt und kräftig. Gelenke kräftig mit mittleren Winkelungen, was freie Gangarten ermöglicht. Sprunggelenk ein wenig tief angesetzt, mit mittlerer Winkelung und in korrekter Stellung unter dem geraden Unterschenkel. PFOTEN : Zur Grösse des Hundes passend, gut gebaut, weder zu rund noch zu lang, von einer Zwischenform zwischen einer Katzen- und einer Hasenpfote, nie gespreizt. Zehen dick und eng aneinanderliegen; Zwischenzehenräume und zwischen den Plantarballen reichlich behaart. Fussballen gross und hart. Krallen dunkel gefärbt, vorzugsweise schwarz, gut entwickelt. Die Hunde dürfen einfache oder doppelte Afterkrallen aufweisen. GANGWERK : Bewegung normal, frei. HAARKLEID HAAR : Kräftig, leicht grob, aber ohne übertriebene Härte, ähnlich dem Ziegenhaar; glatt oder leicht gewellt, fast am ganzen Körper gut anliegend, sehr reichliche Behaarung sowohl bei der langhaarigen wie bei der kurzhaarigen Varietät. Normalerweise ist das Haar an verschiedenen Stellen des Körpers unterschiedlich lang: an den Gliedmassen, unterhalb des Ellenbogens und des Sprunggelenkes sowie am Kopf ist das Haar kürzer und dichter; an den Ohren wird das Haar vom Ansatz gegen die Spitze zu immer kürzer, zugleich feiner und wiecher; es ist länger an der Rute, welche in der langhaarigen Varietät dicht und dick behaart und befedert ist; es ist auch rund um den Hals länger und ist unten an der Kehle buschig; besonders bei der langhaarigen Varietät sind die Oberschenkel sowie die Hinterseiten der Vordergliedmassen reich befedert. Die Unterwolle besteht aus feinen, kurzen dichtstehenden Haaren, welche an der Basis mit den gröberen Haaren verflochten sind. Normalerweise ist die Unterwolle, welche besonders bei der langhaarigen Varietät vorkommt, heller gefärbt als das Deckhaar. FARBE : Die einzig zulässigen Farben sind: falbfarben, wolfgrau und gelb, einfarbig oder mit weissen Abzeichen. GRÖSSE: Widerristhöhe : Bei Rüden von 65 bis 72 cm, bei Hündinnen von 62 bis 68 cm. MASSE UND GEWICHT EINES HUNDES: KopfLänge des Schädels 13,5 bis 14,5 cm Breite des Schädels 12,5 bis 14 cm Länge des Fangs 12 bis 13 cm BrustBrustumfang 75 bis 80 cm Breite der Brust 18 bis 20 cm Tiefe der Brust 28 bis 29 cm OberlinieLänge des Rumpfes 63 bis 65 cm Breite des Rumpfes 12 bis 15 cm LängeDes Körpers 68 bis 73 cm Der Rute 40 bis 45 cm GrösseAm Widerrist 62 bis 72 cm Länge eines Vorderglieds 34 bis 37 cm Höhe an der Kruppe 67 bis 69 cm GewichtFür Rüden 40 bis 50 kg Für Hündinnen 30 bis 40 kg FEHLER : Jede Abweichung von den vorgenannten Punkten muss als Fehler angesehen werden, dessen Bewertung in genauem Verhältnis zum Grad der Abweichung stehen sollte.
PUNKTESKALA
Hunde, die deutlich physische Abnormalitäten oder Verhaltensstörungen aufweisen, müssen disqualifiziert werden. N.B. : Rüden müssen zwei offensichtlich normal entwickelte Hoden aufweisen, die sich vollständig im Hodensack befinden.
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