Polski Owczarek Podhalanski
(Polnischer Tatra Gebirgshund)
Für eine größere Darstellung bitte auf die Bilder klicken.
For larger view please click on the images.

Der Polski Owczarek Podhalanski (deutsch: der polnische Hirtenbub aus der Landschaft Podhale), kurz POP genannt, ist ein großer, kraftvoller, reich behaarter Hund.

Seine Heimat ist der südliche Teil der Wojewodschaft Krakau zwischen den Beskiden im Norden und der Tatra im Süden. Seine hervorragenden Eigenschaften als Hirtenhund machten ihn zum begehrten Begleiter der Hirten, auch wurde er zum Bewachen von Anwesen verwendet.

Im Jahre 1937 fand in Zakopane die erste Ausstellung des POP statt. Ihr Ziel war das Auffinden der besten Exemplare dieser Rasse. In diesem Jahr wurde auch das Zuchtbuch angelegt und die ersten Hunde, die sich zur Zucht eigneten, eingetragen.

Durch seine stattliche Gestalt und sein schönes Aussehen ist der POP heute ein treuer, wachsamer Begleit- und Familienhund geworden, der allerdings Fremden gegenüber zurückhaltend reagiert. Er ist ein ausdauernder Begleiter bei Wanderungen und Gebirgstouren außerdem kann er hervorragend klettern. Er sieht seine Familie als Herde an und verträgt sich ausgezeichnet mit anderen Haustieren, die er liebevoll bewacht und betreut. Auch seine Geduld mit Kindern ist sehr groß.

Die Schulterhöhe sollte beim Rüden 65-70 cm, bei der Hündin 60-65 cm betragen. Sein mächtiger Schädel hat einen deutlichen Stopp, der massive Fang verjüngt sich nur langsam. Die dreieckigen, dichtbehaarten Ohren liegen am Kopf an. Das Haarkleid ist reinweiß, lang, gerade oder leicht gewellt, fest und mit reichlicher Unterwolle.
_________________________________________________


FCI - Standard Nr.  252 /  22. 07. 1997 /  D

TATRA SCHÄFERHUND

(Polski Owczarek Podhalanski)

ÜBERSETZUNG  : Von Dr. Paschoud überarbeitet.

URSPRUNG : Polen.

DATUM DER PUBLIKATION DES GÜLTIGEN ORIGINAL- STANDARDES  : 08. 06. 1988.

VERWENDUNG : Hirtenhund und Wachhund. Sein stattliches Auftreten und sein schönes Aussehen machen ihn zu einem guten Begleithund.

KLASSIFIKATION FCI:  Gruppe 1  Hütehunde und Treibhunde

                                                           (ausgenommen Schweizer

                                                             Sennenhunde).

                                           Sektion 1  Schäferhunde.

                                            Ohne Arbeitsprüfung.

ALLGEMEINES ERSCHEINUNGSBILD :  Sein kompakter und starker Körperbau lassen auf große Kraft und Beweglichkeit schließen.

WICHTIGE PROPORTIONEN : Format rechteckig. Die Rumpflänge der Rüden ist etwas kürzer als die der Hündinnen.

VERHALTEN / CHARAKTER (WESEN) : Von ruhiger Wesensart, gelehrig und wachsam.

KOPF : Der Kopf ist trocken und in gutem Verhältnis zur Körpergröße; sowohl in der Bewegung als auch im Stand wird er mittelhoch getragen.

OBERKOPF :

Schädel : Von der Seite gesehen ist der Schädel leicht konvex; die Stirnfurche ist wenig ausgeprägt.

Stop :  Deutlich ausgeprägt, aber ohne scharfen Absatz.

GESICHTSSCHÄDEL :

Nasenschwamm : Von schwarzer Farbe, von mittlerer Größe, mit gut geöffneten Nasenlöchern.

Fang : Stark,  sich allmählich verjüngend; er ist etwas  länger oder gleich lang wie der Schädel. Der Nasenrücken ist breit.

Lefzen : Gut anliegende, straffe Lippen sind erwünscht; der Lippensaum ist von dunkler Farbe.

Kiefer / Zähne :  Stark, regelmässig eingesetzt; Scherengebiss, Zangengebiss zulässig.

Augen : Mittelgross, etwas schräg gestellt, ausdrucksvoll; Iris dunkelbraun; Lidränder von dunkler Farbe.

Ohren : Auf Höhe des äußeren Augenwinkels oder etwas höher angesetzt, mittellang, ziemlich dick, dreieckig, dicht behaart; der Vorderrand des Ohres berührt den Kopf; Ohrmuschel beweglich.

HALS : Mittellang, bemuskelt, ohne Wamme. Reichliche Halskrause. Die Nackenlinie erhebt sich über der Rückenlinie.

KÖRPER : Lang und massiv.

Widerrist : Ausdrücklich betont, breit.

Rücken : Gerade, breit.

Lenden : Breit, gut angesetzt.

Kruppe : Leicht schräg abfallend.

Brust : Tief.

Untere Profillinie und Bauch : Sehr wenig aufgezogen.

RUTE : Nicht zu hoch angesetzt, unterhalb der Rückenlinie getragen; in Erregung über der Rückenlinie erhoben, jedoch nicht aufgebogen; nach unten hängend reicht sie bis zum Sprunggelenk; sie kann am Ende eine leichte Biegung aufweisen.

GLIEDMASSEN

VORDERHAND :

Allgemeines: Vorderläufe gut bemuskelt, mit starkem, nicht zu schwerem Knochengerüst; von vorne gesehen gerade und senkrecht.

Schulterblatt : Leicht schräg gestellt, gut am Körper anliegend.

Vordermittelfuss : Etwas schräg nach vorne gerichtet.

Vorderpfoten : Die dicht aneinanderliegenden Zehen bilden ovale, faustähnliche, ziemlich große Pfoten. Die Zehenzwischenräume sind behaart. Die Ballen sind stark, derb und dunkel pigmentiert. Krallen stark, stumpf, von dunkler Farbe.

HINTERHAND :

Allgemeines: Hinterläufe von hinten betrachtet senkrecht; von der Seite gesehen etwas nach rückwärts gestellt, mässig gewinkelt.

Hintermittelfuss : Senkrecht.

Hinterpfoten : Wie die Vorderpfoten.

HAARKLEID

HAAR :  An Kopf und Fang, an der Vorderseite der Vorderläufe und an den Hinterläufen vom Sprunggelenk nach unten ist das Haar kurz und dicht. An Hals und Rumpf ist das Haar lang, dicht, gerade oder leicht gewellt, zum Anfassen hart.  Unterwolle reichlich. Am Hals eine ausgiebig  entwickelte Krause; Oberschenkel mit reichlichem langem Haar; das lange Haar an der Rute bildet eine Fahne.

FARBE : Einheitlich weiss; kleine crèmefarbige Flecken sind unerwünscht.

GRÖSSE :

Widerristhöhe : für Rüden :                   65-70 cm,

                        für Hündinnen:              60-65 cm.

FEHLER : Jede Abweichung von den vorgenannten Punkten muss als Fehler angesehen werden, dessen Bewertung in genauem Verhältnis zum Grad der Abweichung stehen sollte.

·         Stark ausgeprägte Stirnfurche.

·         Nasenschwamm, Lefzenrand und Lidränder ungenügend pigmentiert.

·         Helles Auge (sog. Bärenauge)

·         Entropium.

·         Ohren hoch angesetzt, nach hinten gerichtet oder kupiert.

·         Hals waagrecht getragen.

·         Überbaute Hinterhand.

·         Rute ständig über der Rückenlinie getragen.

·         Afterkrallen.

·         Haar in den Zwischenzehenräumen fehlend.

·         Halskrause und Fransen an den Gliedmassen ungenügend ausgebildet.

AUSSCHLIESSENDE FEHLER :

·         Aggressiv oder ängstlich.

·         Schwach betonter Stirnabsatz.

·         Spitzer Fang.

·         Mehrere Fehlende Zähne.

·         Vorbiss und Rückbiss.

·         Ektropium.

·         Haarkleid kraushaarig oder seidig.

·         Fehlende Unterwolle.

·         Geflecktes Haarkleid.

·         Nervosität.

Hunde, die deutlich physische Abnormalitäten oder Verhaltensstörungen aufweisen, müssen disqualifiziert werden.

N.B. : Rüden müssen zwei offensichtlich normal entwickelte Hoden aufweisen, die sich vollständig im Hodensack befinden.

 


ZURÜCK

 

Diese Seiten wurden für eine Auflösung von 1024 x 768
und Internetexplorer 5.0 oder größer optimiert.